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Den Augenblick geniessen

2. Dezember 2007

Der Tod lauert in Winkeln und Gassen
in Häusern und Straßen.

Kommt einmal früh ein andermal spät
ist nicht zu fassen - und doch Realität.

Ihm ist´s egal, ob groß Du bist oder klein,
schreckt vor keinem zurück - sucht jeden mal heim.

So nutze die Zeit und finde Dein Glück -
lebe bewußt jeden Augenblick!


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Schnecken

29. Mai 2007

Der Regen lockt die Schnecken
heraus aus den Verstecken.

Sie kriechen auf Wegen und Wiesen -
ich frage mich: “Was haben wir von diesen?”

Egal ob sie Häusl- oder Nacktschneck´ ist,
sie doch nur meine Pflänzchen frißt.

So bin ich auf der Lauer und
bau den Schnecken eine Mauer.

Am nächsten Morgen - ich kann es kaum erwarten -
geh`ich voll Sorgen, hinaus in meinen Blumengarten.

Aber alle Zweifel sind zerstreut -
ich hab den Mauerbau noch nicht bereut.

Keine Pflanze mehr zerfressen -
da bin ich aber froh,
ich kann die Schnecke ganz vergessen
denn die frißt jetzt anderswo!


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Pflanzen - A B C

19. Mai 2007

Agaven, Astern und Anemonen - dieser Anblick wird sich lohnen!

Blaukissen leuchten aus der Ferne - drum hab ich sie so gerne!

Crysanthemen darst Du nehmen!

Dotterblumen schön und gelb - kennt fast jeder auf der Welt!

Eisenhut - macht sich immer gut!

Farnkraut im Schuh - vertreibt die Müdigkeit im Nu!

Gänseblümchen - zarte Pflänzchen, binde mir aus Euch ein Kränzchen!

Hagebutte, Heidelbeer- und Himbeerstrauch sind bestimmt auch was für Deinen Bauch!

Immergrün - sieht man gerne blüh`n!

Johanneskraut - gibt gutes Öl für Deine Haut!

Königskerzen - erfreuen unsere Herzen!

Löwenzahn - du verkanntes Kraut, reinigst unser Blut und auch die Haut!

Melisse - du duftest nach Zitronen und hilfst uns, unsere Nerven schonen!

Nelke - riechst gut und fein, wirst immer nah uns sein!

Osterglocken und Orchideen - wer mag sie nicht gerne sehen?

Pfingstrosen, Pfefferminze und Primeln klein - hab ich auch daheim!

Quecke - nicht nur für Hund und Katz´, hast auch bei Menschen einen Platz!

Rose - du Edelste von allen, wirst immer gut gefallen!

Sonnenblumen überall - erfreuen uns auf jeden Fall!

Taubnesseln - kannst Du probieren, sie sind gut für Deine Nieren!

Usambaraveilchen - mag dich gern, du samtig blauer Blütenstern!

Veilchen und Vergißmeinnicht - wer gedenket eurer nicht?

Wegwarte und Waldmeister - gut für unser Leben, wie lange wird es euch noch geben?

Ysop - du heilende Pflanze, gibst dem Husten keine Chance!

Zitronenbäumchen und Zypressen - darf man nicht vergessen!


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Der traurige Oliver

1. April 2007

Oliver steht seit vielen Jahren am Meer.
Er ist schon sehr, sehr alt.
Oliver ist der größte Olivenbaum, den ihr
Euch vorstellen könnt.

Aber seit einiger Zeit, tragen seine Äste kaum
noch Blätter und die Zweige hängen müde herab.

Die ausgetrocknete Rinde seines Stammes
sieht aus wie ein altes, runzliges Gesicht.
Die Löcher darin, wirken wie Augen, die traurig
und leer in die Ferne schauen.

Was ist nur los mit Oliver?

Oft umkreisen ihn große, weiße Möwen, die ihn mit
ihrem lauten Gelächter in seiner Ruhe stören.

Im Sommer ist Oliver froh, wenn es Abend wird
und die Kühle der Nacht die sengende Hitze
des Tages verzehrt.

Da seine blattlosen Zweige keinen Schutz vor
der Sonne spenden, beachten ihn die Menschen kaum.

Nur ihren Müll werfen sie auf Olivers Wurzeln.
Es ist schon ein richtiger Müllhügel entstanden.

Sogar die Vögel lassen sich bei ihrer Futtersuche
lieber auf anderen Bäumen nieder.

Oliver fühlt sich traurig und allein.

Eines Tages bekommt Oliver Besuch.
Zwei Männer in grünen Arbeitsanzügen.

Sie schaufeln und graben, bis der ganze
Müllberg verschwunden ist.

Dann schneiden sie etwas Rinde von seinem Stamm ab
und nehmen ihm auch noch ein Stückchen von seinen
Wurzeln weg. Sogar von der Erde wird eine Probe
mitgenommen.

Die Männer bringen alles in ein Labor zur Untersuchung.
Hier stellt man fest, dass der viele Müll daran Schuld
war, das Olivers Wurzeln nicht mehr genug Nahrung
aufnehmen konnten. Deswegen sind seine Äste so
kahl und leer.

Oliver war ganz erstaunt und auch etwas durcheinander.
Denn schon so lange hat sich kein Mensch mehr
um ihn gekümmert.

Nach ein paar Tagen kamen die Männer mit einem
Lastwagen voller Erde angefahren.
Zuerst haben sie die alte Erde weggeschaufelt
und dann ganz viel neue, gute Erde auf Olivers
Wurzeln verteilt und festgetreten.
Danach wurde alles gut gegossen.

Einer der Männer hatte ein Schild aufgestellt,
worauf zu lesen war: “Entsorgen sie ihren Müll
bitte im Container gegenüber”!

Der andere Mann holte in der Zwischenzeit einen
großen Müllcontainer und stellte ihn auf der
anderen Straßenseite auf.

Die neue Erde hat Oliver richtig gut getan.
Schon nach kurzer Zeit sind ihm wieder neue
Blätter gewachsen.

Auch die Vögel sind wieder gekommen.
Es ist wieder wie in früheren Zeiten.

Rund um seine Wurzeln ist inzwischen neues,
weiches Gras gewachsen.

Die Menschen staunen jetzt über Oliver und freuen
sich, wenn sein silbrigglänzendes Laub im
Sommerwind raschelt.

Jetzt ist Oliver wieder glücklich und zufrieden.